Natalija Frank

  *weil das Glas immer halb voll ist

Ich habe über 25 Jahre Erfahrung in Pflege, Betreuung und Beratung – speziell auch im Bereich Brustkrebs.

Als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester ist es mir ein wichtiges Anliegen diese Erfahrung mit Patientinnen, Betroffenen und Angehörigen zu teilen.

Ihre Natalija Frank





Mein Traum über Krebs


Krebs und Forschung                                    Here you can read this article on English.

 

Seit 25 Jahren arbeite ich als betreuende Krankenschwester und Study Nurse mit Krebspatienten. Ich bilde mich von Anfang an regelmäßig fort und stehe als Lehrende für  den Beruf einer Study Nurse/Study Coordinator mit führenden Wissenschaftlern ständig im Austausch. Mein Vater ist mit 44 Jahren an Krebs gestorben, ich war damals noch ein junges Mädchen. Krebs als Krankheit begleitet mich seit meiner Kindheit und in meiner Arbeit täglich.

Als Resultat meines permanenten Auseinandersetzens mit dieser Erkrankung hat sich mit der Zeit immer klarer für mich eine Idee herauskristallisiert, welche möglicherweise helfen kann, diese Erkrankung anders zu verstehen und irgendwann zu behandeln, als es bisher der Fall war.

Warum ich mich jetzt endlich traue diese Theorie, besser gesagt, diesen Traum nieder zu schreiben und zu veröffentlichen? Weil ich mit einem langjährigen Krebsforscher gesprochen habe, einem britischen Professor, der es verstanden hat zuzuhören und seine Fragen so zu stellen, dass ich ihm die Antworten nicht verweigern konnte. Er gab mir das Gefühl, ja sogar die Gewissheit, dass meine Ideen gar nicht so absurd sind, wie sie im ersten Moment scheinen und dass das, was ich mir vorstelle, auf molekularer Ebene sehr wohl umsetzbar wäre. Seine Zurückhaltung im öffentlichen Teilen dieser Gedanken ist verständlich, angesichts des fast „ketzerischen“ Sinns dieser Idee. Es wäre natürlich noch sehr viel Arbeit zu erledigen, bevor wir definitiv sagen können, ob das möglich ist oder nicht.

Bedenken wir: Die Evolution gibt es schon seit Millionen von Jahren auf dieser Erde. Sie ist so unglaublich vielfältig, dass wir noch immer nicht alle existierenden Lebewesen, Pflanzen und Organismen die es gibt, kennen. Immer wieder stoßen die Naturforscher auf neue Arten, im Wasser, zu Lande und in der Luft, während andere wieder verschwinden...

Stellen Sie sich für einen Moment Folgendes vor:

Was wäre, wenn wir rein aus Neugier eine Krebszelle nicht als Fehler, sondern als einen Teil der Evolution betrachten würden? Die Evolution hat das Entstehen eines solchen Mechanismus zugelassen, viel mehr noch, sie wehrt sich seit Jahrzehnten erfolgreich dagegen, uns darin zu unterstützen der Krebszelle den Gar aus zu machen, obwohl wir es mit allen Mitteln versuchen. Wir werden immer wieder aufs Neue von den Krebszellen überlistet.

Die Wissenschaft hat gesehen, dass Krebszellen das gesunde Gewebe zerstören und letztlich zum Tod des Organismus führen. Daher sind verständlicherweise diese entarteten Zellen automatisch als böse eingestuft worden und man hat angefangen, Wege und Mittel zu suchen, um diese zu bekämpfen. Das war die Richtung in die sich die Krebsforschung entwickelt hat: „Kampf gegen Krebs“. In diesem „Krieg“ haben Wissenschaftler einige (Teil-)Erfolge erzielt, letztlich aber den Feind Krebs nicht besiegt. Die krebsbezogene Sterblichkeitsrate konnte bei manchen Krebsarten gering und bei der Mehrheit dieser Erkrankungen gar nicht beeinflusst werden. Mehr noch: die Inzidenz, sowie Prävalenz der Krebserkrankungen nehmen stetig zu.  

Erlauben wir uns für einen Moment, eine andere Betrachtungsweise:

Nehmen wir für einen Moment an: Krebszellen wären nicht „böse“ sondern nur anders. Wenn man in der Lage wäre, sie für den Organismus arbeiten zu lassen, würden sie ein unglaubliches Potential darstellen. Dazu müsste man das bisherige Denken vollkommen aufgeben, müsste aufhören, diese Zellen zu zerstören und müsste bereit sein sie zu integrieren, sie ein Teil des Ganzen werden zu lassen! Klingt das absurd?

Verfolgen wir diesen Gedanken weiter:

Warum werden Krebszellen als böse angesehen? Sie sind im Vergleich mit anderen Zellen sehr einfach "gestrickt", haben keine Aufgabe, vermehren sich nur unglaublich schnell, breiten sich hemmungslos aus und zerstören gesundes Gewebe um sie herum. Warum? Einfach betrachtet würde ich sagen: Weil sie sonst nichts zu tun haben - keine Aufgabe, keinen anderen Job wenn Sie es wollen - daher vermehren sie sich nur. Die Lösung: Geben wir den Krebszellen eine Aufgabe, lehren wir sie etwas zu tun. Nachdem sie so jung sind und sich so schnell vermehren, dass sie gar nicht alt und träge werden können (das ist der Grund warum sie auch unreif oder, in der Fachsprache ausgedrückt, undifferenziert genannt werden), scheinen sie ein schier unerschöpfliches Lernpotential zu haben. Das heißt, eine Krebszelle könnte jede beliebige Aufgabe erlernen, wenn man es ihr beibringt. Man müsste sogar Wege finden können, sie danach dort einzusetzen, wo der Körper es individuell braucht. Was für ein unglaubliches Potential! Fast alle Mängel und Krankheiten könnten so behandelt werden: Man lehrt Krebszellen, das zu tun, was der eigene Organismus aus irgendeinem Grund nicht (mehr) schafft.

Nun, könnte man das tatsächlich in der Realität tun? Könnte man Krebszellen Aufgaben beibringen? Könnten wir einen Weg finden, dem Tumor beizubringen, sein Wachstum durch Übernahme von Aufgaben selbst zu regulieren, um den Wirten, also den menschlichen Organismus nicht umzubringen? Könnten wir vielleicht durch eine Art „Veredelung“, etwa auf die Art wie es in der Blumen und Obstzucht praktiziert wird, auch „wildgewordene“ Zellen (wieder) integrieren? Ich denke schon, dass es möglich ist und dass es ganz bestimmt Wege gibt - in meiner Phantasie beispielsweise, einzelne Krebszellen zu isolieren, ihnen in vitro DNA Sequenzen der Zelle, die ein Krebspatient individuell braucht "einzupflanzen" und sie dann in den restlichen Tumor zurückzuschicken, um sich dort weiter zu verbreiten, sozusagen als „Lehrer“ zu fungieren und anderen Krebszellen beibringen, wie sie nützlich für den Organismus sein können.

Wenn die Krebszellen das „erlernen“ schaffen, dann hätten wir ein unglaubliches Potential geschaffen und uns die großartigen Helfer für weitere Entwicklung und die Aufgaben der Zukunft ins Boot geholt. Der Krebs wurde seinen Schrecken verlieren und gleichzeitig könnten so Megaressourcen, die der momentane Kampf gegen Krebs verschlingt wo anders eingesetzt werden.

Viele Rätsel müssen noch gelöst werden.

Ich würde mir wünschen, dass die Wissenschaft beginnt, in diese Richtung zu forschen, weil ich davon überzeugt bin, dass es die richtige ist.  Warum? Weil ein Eingreifen in die Natur nur durch Zerstörung nie die richtige Antwort sein kann. Die Evolution ist so viel weiser und um Millionen Jahre älter als wir. Jedes Mal, wenn wir radikal zerstört haben was sie hervorgebracht hat, hat sie uns nur noch größere Probleme und Aufgaben geschickt. In ihrer Weisheit gibt sie uns aber auch immer neue Aufgaben. Was würde die Menschheit tun, wenn sie gar keine Aufgaben hätte, keine Rätsel lösen müsste? Sie würde sich wahrscheinlich auch nur furchtbar schnell vermehren und wie Krebs die Erde zerstören.   

Schon Platon hat über „das Spiel der reduplizierten Ähnlichkeiten“ gesprochen. Er garantiert, schrieb er, dass "jedes Ding  in seiner größeren Stufenleiter sein Spiegelbild und seine molekulare  Versicherung findet". Und wissen wir so genau was beispielsweise die Aufgabe der Erde im Weltall ist? Wo endet eigentlich „Weltall“?... Eben.



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